METSCH Technik
alegi solutions

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Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

kostengünstig und robust: UV-Desinfektionsanlage

Zur Trink-, Brauch- und Abwasserdesinfektion werden seit einigen Jahren UV-Anlagen eingesetzt. Bei den auf dem Markt angebotenen Anlagen entstehen u.a. Probleme durch die Verschmutzung der im Wasser angeordneten Lampen.

Durch anlagentechnische Optimierungen wurde mit alegi eine Anlage entwickelt, die unempfindlich gegen Verschmutzungen ist, weil der Strahler nicht im Wasser, sondern in einer speziell konstruierten Strahlerführung untergebracht ist.

Die Desinfektion von Wasser mit UV-Strahlung ist eine preiswerte und umweltfreundliche Methode, da keine Chemikalien eingesetzt werden müssen.

Der linke Reaktor ist eine schematische Darstellung der alegi-Anlage. Durch die innovative Anordnung des Strahlers neben dem wasserführenden Quarzglaszylinder können Werkstoffe eingesetzt werden, die eine äußerst hohe Reflektion gewährleisten. Herkömmliche Anlagen müssen aus Edelstahl konstruiert werden, da der Strahler direkt im Wasser angeordnet ist. Edelstahl hat eine sehr geringe Reflektionsfähigkeit.

Innovation:

Gemeinsam mit der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Eschborn/Taunus) und der ESWE Versorgungs-AG in Wiesbaden wurde eine Anlage entwickelt, bei der die Strahlenquelle wie bei den meisten Anlagen nicht im Wasser, sondern extern um ein vom Wasser durchströmten Quarzglasrohr angeordnet ist. So entfällt die aufwändige Reinigung der Lampen. Nebenbei wird durch Luftkühlung eine optimale Betriebstemperatur gewährleistet.

Diese mehrfach patentierte Anlage wird seit 1991 zur Keimreduktion in Warmwasserspeichern, zur Trinkwasseraufbereitung, in der Lebensmittelindustrie, in Schwimmbädern, zur Brunnensanierung, zur Springbrunnenwasseraufbereitung und zur Desinfektion von Luftwäschern / Klimaanlagen eingesetzt.

Die Anlage ist auch optimal zur Trinkwasserdesinfektion in Drittweltländern geeignet: die elektrische Gesamtleistung der Anlage ist so gering, dass sie mit einer Photovoltaik-Anlage und einer Batterie betrieben werden kann.

Anforderungen an UV-Desinfektionsanlagen nach DVGW

Die desinfektionswirksame Bestrahlung einer UV-Anlage kann nur mit Hilfe von mikrobiologischen Untersuchungen festgestellt werden. Sie lässt sich weder aktinometrisch noch physikalisch bestimmen.

Um eine einwandfreie Desinfektion zu erzielen, ist nach DVGW-Richtlinien mindestens eine desinfektionswirksame Bestrahlung von 400 J/m² erforderlich. Dies soll unter idealen Bedingungen mit einem Testorganismus überprüft werden, der bei einer homogenen Bestrahlung von 400 J/m² eine Reduktion von mindestens 99,99 % bzw. 4 log-Stufen aufweist.

Derzeit ist aber kein Testorganismus bekannt, der diesen Idealanforderungen entspricht. Daher wird, bis ein entsprechender Organismus gefunden ist, die Prüfung mit 2 unterschiedlich widerstandsfähigen Organismen, Escherichia coli und Sporen von Bacillus subtilis vorgenommen. Mit B. subtilis kann nachgewiesen werden, ob die Bestrahlung von 400 J/m² erreicht wird, dies jedoch bei einer Reduktion von nur ca. 2 log-Stufen.

Mit E. Coli kann bei einer Reduktion von wenigstens 6 log-Stufen nachgewiesen werden, ob keine Minderung der Desinfektion aufgrund nicht ausreichend bestrahlter Volumenanteile vorliegt.